HES International hat seine Ausschreibungsphase für die CO₂-Exportterminals in Wilhelmshaven und Rotterdam gestartet

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Rotterdam/Wilhelmshaven, 31. März 2026 — HES International (HES) gibt den Start einer sogenannten Open Season für den Umschlag von flüssigem CO₂ bekannt. Das Angebot konzentriert sich auf zwei der strategisch wichtigsten Tiefwasserstandorte Europas: das Wilhelmshaven Tank Terminal in Deutschland und das Rotterdam Bulk Terminal in den Niederlanden.

Beide dedizierten Terminals schließen die entscheidende Lücke in der europäischen Wertschöpfungskette für Kohlenstoff: Sie verbinden Onshore-Emittenten direkt mit dauerhaften Lagerstätten unter der Nordsee. Mit dem geplanten Betriebsstart ab 2029 schafft HES bereits heute Planungssicherheit und Kapazitäten für Unternehmen auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung. Das Alleinstellungsmerkmal von HES liegt in der hohen Flexibilität. Kunden können mit geringeren Volumina starten und diese schrittweise skalieren, während sie gleichzeitig auf CO₂-Speicher ihrer Wahl in der Nordsee zugreifen können.

Zusammen sind beide Terminals für den Umschlag von bis zu 20 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr ausgelegt. Sie unterstützen die Klimaziele der EU, der Niederlande und Deutschlands. Die erste Bauphase jedes Terminals umfasst ein Investitionsvolumen von annähernd 180 Millionen Euro, wobei die Kapazitäten dem Marktwachstum bedarfsgerecht angepasst werden können.

HES blickt auf eine jahrzehntelange Erfahrung als zuverlässiger Betreiber von Massengutterminals für die europäische Industrie zurück. Diese operative Exzellenz überträgt das Unternehmen nun auf die Energiewende. Geboten wird eine sichere, zuverlässige und effiziente Exportabwicklung für flüssiges CO₂ auf Schiffen, die zertifizierte Lagerstätten in Norwegen, Großbritannien, Dänemark, den Niederlanden und Deutschland anfahren / ansteuern.

„Die Projekte von HES in Wilhelmshaven und Rotterdam sind wegweisend darin, die Dekarbonisierung schwer vermeidbarer Industrieemissionen im großen Maßstab zu beschleunigen. Solange alternative kohlenstoffarme Brennstoffe nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, senken wir den CO2-Gehalt in der Atmosphäre frühzeitig“, sagt Otto Waterlander, Director Business Development New Energies bei HES. „Die Open Season adressiert den Bedarf des gesamten Markts und schafft einen wichtigen Dekarbonisierungsvektor für Deutschland, die Niederlande und das weitere Europa, indem sie die dauerhafte Speicherung von Treibhausgasen beschleunigt.“

Die Open Season läuft seit dem 30. März 2026 für alle Parteien offen. Emittenten in den Niederlanden können SDE++-Fördermittel für die CO₂-Abscheidung in Anspruch nehmen, während in Deutschland die bevorstehenden Klimaschutzverträge (CfD) voraussichtlich eine starke Nachfrage auslösen werden. HES wird mit den Kunden eng zusammenarbeiten. Lagerkapazitäten werden so strukturiert, dass sie mit den individuellen Förderzeitplänen und Dekarbonisierungszielen in Einklang stehen.

Interessierte Parteien sind eingeladen, eine Interessensbekundung für die Reservierung von Kapazitäten einzureichen.

Open Season in Kürze:

Das Open-Season-Verfahren ist eine Methode, die allen Parteien den offenen Zugang zur Nutzung eines Importterminals garantiert. Eine Open Season ist ein Aufruf zur Zeichnung von Kapazitäten, der eine transparente und diskriminierungsfreie Vergabe von Infrastrukturkapazitäten ermöglicht und eine bedarfsgerechte Dimensionierung des Angebots nach der tatsächlichen Nachfrage sicherstellt.

Hauptansprechpartner:

Über HES International

HES International ist der führende europäische Betreiber von Seehafeninfrastruktur für Trocken- und Flüssiggüter (Dry und Liquid Bulk). Unsere Unternehmen besetzen eine einzigartige, unabhängige Position in der Lieferkette für Massengüter. Für eine breites Spektrum von Produkten bieten wir erstklassigen Zugang zu Europas Tiefwasserterminals sowie eine hervorragende Hinterlandanbindung per Binnenschiff, Bahn und Lkw. Mit 14 Terminals in vier Ländern an strategisch günstig gelegenen Häfen in Europa fungieren wir als zentrale Drehscheibe für die kontinuierliche Bereitstellung essenzieller Grundstoffe des täglichen Lebens – Bausteine, die benötigt werden, um die Welt um uns herum weiterzuentwickeln, zu erhalten und zu verbessern. Unsere hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sicher, dass Massengüter rund um die Uhr sicher gelagert, umgeschlagen und verarbeitet werden – für Kunden aus allen Teilen der Welt. Wir verfolgen das ehrgeizige Ziel, unser Produktportfolio weiter auszubauen und die Chancen der Energiewende bestmöglich zu nutzen.

HES International hat seinen Hauptsitz in Rotterdam und befasst sich bereits seit 1908 mit dem sorgfältigen Umschlag von Massengütern und Rohstoffen. Macquarie Asset Management (über den Macquarie European Infrastructure Fund 5) und West Street Infrastructure Partners III (verwaltet vom Infrastructure-Geschäftsbereich von Goldman Sachs Asset Management) halten jeweils indirekt 50 Prozent der Anteile an der HES International B.V.

Weitere Informationen unter www.hesinternational.eu

Zusatzinformationen zum Start der Open Season CO2 durch HES International 

Die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale der HES-CO₂-Terminals in Wilhelmshaven und Rotterdam

HES plant ab dem Jahr 2029 eine anfängliche Kapazität für den Umschlag und Export von jeweils 1,5 Millionen Tonnen flüssigem CO2 pro Jahr (MTPA) an den Terminals in Wilhelmshaven und Rotterdam. Für potenzielle Kunden, die eine flexible, wirtschaftliche und risikoarme Wertschöpfungskette für den Transport und die Speicherung von CO₂ (CCS) suchen, bietet HES ein einzigartiges Angebot:

  1. Durch den Fokus auf flüssiges CO₂, den Transport per Bahn oder Binnenschiff und eine Mindestkapazität von nur 1,5 MTPA pro Terminal für die endgültige Investitionsentscheidung (FID) ist das Realisierungspotenzial beider Terminals sehr hoch. Kunden können darauf vertrauen, dass ihre Transport- und Speicher-Wertschöpfungskette bei Bedarf bereitsteht.
  2. Beide Terminals ermöglichen den Export zu jedem beliebigen CO₂-Speicher in der Nordsee. Dies bietet Kunden nicht nur Flexibilität bei der Wahl der Speicherstätte, sondern dient auch als essenzielle Back-up-Lösung.
  3. Beide Terminals bieten eine hervorragende Anbindung an Schiene und Binnenschiff. Zudem sind sie darauf ausgelegt, CO2 unter unterschiedlichen Zuständen zu handhaben und im Laufe der Zeit den Zugang zu alternativen Speichern zu ermöglichen.
  4. Durch den Bau an bereits bestehenden, operativen Standorten profitieren Kunden von Synergieeffekten. Die Wiederverwendung der vorhandenen Schienen-, Kaianlagen und Anlegestellen führt zu einem wirtschaftlich attraktiven Angebot, gestützt durch bewährte operative Kompetenz.
  5. Beide Terminals sind über eine umfassende Schieneninfrastruktur mit den Industriezentren Deutschlands und der Benelux-Länder verbunden. Der Standort Rotterdam kann zudem CO2 per Binnenschiff aus dem Hinterland empfangen. Langfristig können die Terminals auch an das künftige CO₂-Netz angeschlossen werden, um CO₂ auch in gasförmigem Zustand aufzunehmen.
  6. Die Kapazitäten beider Terminals können mit steigender Kundennachfrage erweitert werden. Die Zwischenlagerkapazität lässt sich durch zusätzliche CO₂-Tanks ausbauen, wobei die Kapazitäten in aufeinanderfolgenden Phasen auf 8 bis 10 MTPA steigen können. Zeitpunkt und Umfang der Erweiterung richten sich nach der Marktnachfrage für Exporte von verflüssigtem CO₂ ab 2030. Beide Terminals fungieren als gegenseitiges Back-up, um einen jederzeit reibungslosen Betrieb zu garantieren.

Warum jetzt Interesse bekunden?

HES startet diese Open Season, um Kunden bei ihren strategischen Geschäftsentscheidungen zu unterstützen und wichtiges Feedback für die endgültige Ausgestaltung beider Terminals zu erhalten:

  • Im 2. Quartal 2026 wird die deutsche Bundesregierung voraussichtlich Gebotsverfahren für Klimaschutzverträge (CfD) eröffnen. HES steht bereit, Kunden bei der Vorbereitung ihrer Angebote zu unterstützen.
  • HES International hat die Entwicklung der Terminals bereits 2022 mit einer Machbarkeitsstudie für Wilhelmshaven begonnen. Die Planung des Terminals Wilhelmshaven ist abgeschlossen, so dass die FEED-Phase (Front-End Engineering Design) unmittelbar bevorsteht. Die Ergebnisse des Open-Season-Verfahrens fließen direkt in die endgültigen Planungsentscheidungen ein. Parallel dazu wird die Machbarkeitsstudie für Rotterdam voraussichtlich bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein, die sich in vielen Aspekten am Entwurf für Wilhelmshaven orientieren wird.
  • Im 1. Quartal 2026 hat HES gemeinsam mit DB Cargo und Harbour Energy eine Schienenverkehrsstudie abgeschlossen. Diese belegt, dass die CO₂-Logistik auf Schienenbasis machbar, wirtschaftlich und auf mindestens 10 MTPA skalierbar ist. Mit den Ergebnissen dieser Studie kann HES seinen Kunden eine verlässliche Transportlösung für ihre CO₂-Ströme aus dem Binnenland bieten.

Planung und Ablauf des Open-Season-Verfahrens

Das Open-Season-Verfahren umfasst drei Phasen: Einreichen einer unverbindlichen Interessensbekundung (Expression of Interest), ein Zeitfenster für verbindliche Anmeldungen und den Abschluss dieses Zeitfensters. Damit bietet sich den Marktteilnehmern eine wichtige Gelegenheit, sich frühzeitig Kapazitäten an den CO₂-Exportterminals Wilhelmshaven und Rotterdam zu sichern. Die Frist für die Interessensbekundung beginnt am 31. März 2026 und läuft bis Ende April 2026. Wir laden alle Interessenten herzlich ein, ihr Interesse an dieser Initiative zu bekunden, indem sie das Anmeldeformular (Link) ausfüllen.

Ansprechpartner des HES-CO2-Teams:

Bildquelle: HES International