WHV e.V. setzt sich für starke Netzwerke am Hafenstandort Wilhelmshaven ein
„Verbindungen schaffen. Interessen bündeln.“ Unter diesem Titel hat unser Präsident Andreas Bullwinkel Ende April beim Nautischen Verein Wilhelmshaven-Jade e.V. über die Arbeit der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.) und deren Bedeutung für die Entwicklung des Hafenstandorts Wilhelmshaven gesprochen. Der ausgesprochen gut besuchte Vortrag bot den Zuhörern dadurch die Gelegenheit, aktuelle Hafenthemen, strategische Perspektiven und die Rolle der WHV e.V. als Interessenvertretung der maritimen Wirtschaft aus erster Hand kennenzulernen.
Seit ihrer Gründung 1985 vertritt die Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.) die Anliegen ihrer Mitglieder, bringt diese in politische und wirtschaftliche Prozesse ein und versteht sich als Netzwerkplattform. Besonders hob Andreas Bullwinkel die Einbindung der WHV e.V. im Umfeld der Seaports of Niedersachsen GmbH hervor. Als Public-Private-Partnership zwischen dem Land Niedersachsen und der Hafenwirtschaft sei Seaports ein wichtiger Baustein für die nationale und internationale Positionierung der niedersächsischen Seehäfen. Für Wilhelmshaven bedeute dies mehr Sichtbarkeit, professionelles Standortmarketing und Zugang zu wichtigen Netzwerken. Gerade für einen Hafenstandort wie Wilhelmshaven sei diese Form der Zusammenarbeit ein entscheidender Hebel, um Potenziale besser zur Geltung zu bringen und Entwicklungen voranzutreiben.
Aktuelle Themen
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags waren aktuelle Infrastrukturthemen. So verwies der WHV e.V.-Präsident auf die Ende März an das Bundesverteidigungsministerium übermittelte Petition zur Seeschleuse 4. Einfahrt. Ziel sei es, auf die Bedeutung dieser Infrastruktur für Wirtschaft, Versorgungssicherheit und Marine aufmerksam zu machen. Anfang April habe sich zudem Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bei einem Vor-Ort-Termin selbst ein Bild von der Situation gemacht.
Darüber hinaus ging er auf das geplante Multi Purpose Terminal (MPT) am JadeWeserPort ein: „Es kann neue Perspektiven für High-and-Heavy- und Ro/Ro-Verkehre eröffnen und zugleich Entlastungen für den Inneren Hafen in Aussicht stellen.“ Bei diesem Projekt steht die WHV e.V. bereits seit Ende vergangenen Jahres im engen Austausch mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Ausgangspunkt war ein Schreiben der WHV e.V. an Minister Grant Hendrik Tonne.
Gemeinsam für den Standort
Andreas Bullwinkel betonte zudem die Notwendigkeit, Kräfte am Standort noch enger zu bündeln und neue Allianzen zu schmieden. Eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen der WHV e.V., dem Nautischen Verein Wilhelmshaven-Jade e.V. und dem Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. könne dazu beitragen, die Interessen der Hafenwirtschaft noch wirksamer zu vertreten und Wilhelmshaven in wichtigen Zukunftsfragen mit einer starken Stimme zu positionieren.
Zugleich unterstrich er den Anspruch, dass Wilhelmshaven mit seinen besonderen Qualitäten langfristig in die erste Reihe der Häfen gehört. Mit dem einzigen deutschen Tiefwasser-Containerhafen, einem tideunabhängigen Inneren Hafen und dem größten deutschen Marinestützpunkt verfüge der Standort über Voraussetzungen, die in dieser Kombination einzigartig seien. „Diese Stärke gilt es selbstbewusst weiter nach vorn zu tragen“, erklärte der WHV e.V.-Präsident abschließend.
Bildquelle: Dietmar Bökhaus

